Der Weg in den Abgrund

Hinrichs Probleme und Ende

=> Strüver versucht ein homosexuelles Verhältnis mit ihm einzugehen.
=> Hinrich steht kurz davor, Strüver beruflich zu verdrängen (Ironie).
=> Hinrich hat Angst davor Strüver die Wahrheit über das Modell ATLANTIS einzugestehen.
=> Hinrich lügt Strüver an, da er immer behauptet, dass seine Frau auf Geschäftsreise sei. Es ist ihm peinlich zuzugeben, dass ihn seine Frau verlassen hat, und er hat Angst, dass sich die zerstörte Beziehung auf seine berufliche Laufbahn auswirken könne, da ein nicht intaktes Privatleben nicht zum Image eines erfolgreichen Vertreters passe.
=> Hinrich muss sich gegen den Verdacht, etwas mit der STASI zu tun gehabt zu haben, wehren.
=> Beim Verkauf seiner Atlantismodelle gerät er aus Versehen in ein SM Studio und wird von einer "Domina" ausgepeitscht und finanziell geschädigt (=Verderbnis der kapitalistischen Gesellschaft).
=> Hinrich unternimmt verzweifelte Versuche, Julia wieder für sich zu gewinnen.
=> Am Ende sucht er sie in der Weihnachts- und Jahresendzeit am Bahnhof und begibt sich dabei in die Gesellschaft von Obdachlosen.
=> Überraschend endet er also auf der untersten Stufe der gesellschaftlichen Leiter.

Bewertung des Schlusses

Bedauern der Schüler darüber, dass
a) Hinrich nicht wenigstens seinen beruflichen Erfolg nutzt,
b) es keinen definitiven Schluss gibt (Weder gibt es ein Happy End noch einen eindeutig tragischen Ausgang - z.B. Tod von Hinrich durch Erhängen).

Bewertung des Schlusses als Satire auf unsere Gesellschaft
a) sozialer Auf- und Abstieg Hinrichs als Sinnbild der gescheiterten Existenz eines DDR-Bürgers
b) Kritik an der Unfähigkeit, die ehemalige DDR sinnvoll in daas neue Staatsgebilde zu integrieren
c) Weigerung des Autors, allzu einfache Lesererwartungen zu bedienen
d) offener Schluss statt endeutiger Sinnstiftung