Florian Schlund
Bericht über den Kinobesuch des Films: "Sonnenallee"

In einer Deutschstunde spricht uns Herr Koch darauf an, ob wir nicht einmal zusammen mit anderen Deutschkursen ins Kino gehen und den Film "Sonnenallee" ansehen wollen. Frau Bauer hat ihn gefragt. Nach einiger Diskussion entschließen wir uns den Film zusammen mit den anderen anzuschauen. Der Film läuft während einer Deutschstunde im Kino. So machen wir uns am Donnerstag, den 09.12.99, nach der Schule auf um zum Kino zu gehen. Die Vorstellung beginnt mit einigen Minuten Verspätung gegen 13.20 Uhr. Wir wissen nicht, auf was wir uns einlassen, da keiner den Film kennt. Wir können uns nur ein vages Bild vom Film machen, während wir im Kino warten und uns die Plakate darüber anschauen. Wir gehen doch ein wenig mit geteilter Meinung in den Vorführungsraum.

Der Film beginnt. Er spielt während des Kalten Krieges in der ehemaligen DDR. Berlin ist zweigeteilt und es besteht ein Grenzgebiet. Zuerst sieht man einige DDR-Jugendliche, die auch gleichzeitig Hauptrollen spielen, in ihrem sozialistischen Alltag. Ihnen wird sehr viel verboten. So dürfen sie keine Westmusik wie die Rolling Stones hören und müssen immer einen Ausweis bei sich haben. Um ein bißchen Spass zu haben, machen sie ein kleines Spiel, bei dem immer abwechselnd einer ein Mädchen ansprechen muss. Einer der Jungen ist in ein sehr hübsches Mädchen verliebt. Doch dies will am Anfang nichts von ihm wissen. Ab der Mitte des Films, als der Junge eine Strafrede in einer FDJ-Versammlung halten muss, ändert sich dies jedoch. Zum Schluss bekommen die Jungen auch eine heißbegehrte Platte von den Rolling Stones und spielen diese so laut ab, dass man die Musik bis auf die Straße hört. Zu dieser Musik tanzen die Jungen auf dem Balkon und die Leute draußen auf der Straße tanzen mit. Die Geschichte, die gut ausgeht, stellt eine witzige Auseinandersetzung mit dem DDR-Sozialismus dar. Vor allem das Leben Jugendlicher wird humorvoll und treffend wiedergegeben.

Zum Schluss sei gesagt, dass die Vorführung ein gelungener Ersatz für den normalen Deutschunterricht war. Der Film ist einfach spitze! Er ist sehr lustig und unterhaltsam. So etwas können wir auf jeden Fall wiederholen.