Bamberger Lebenshilfe- Werkstätten Logo Lernen durch Engagement Logo Franz- Ludwig- Gymnasium Bamberg Logo
                                                                                                                                          

Die Partnerschaft des Franz- Ludwig- Gymnasiums mit den Bamberger Lebenshilfe- Werkstätten



Service Learning
Inhalte der Partnerschaft Schwierigkeiten und Chancen

Service Learning im Allgemeinen

„Service Learning“, im Deutschen auch als „Lernen durch Engagement“ oder Verantwortungslernen bezeichnet, ist eine neue Unterrichtsmethode, in der es darum geht, dass die Schülerinnen und Schüler ihr gesellschaftliches Engagement mit dem fachlichen Unterricht ihrer Schule verbinden.
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in Nordamerika eine Kultur, in der Schule und Gemeinde kooperierten und eine Verknüpfung zwischen Engagement und Lernen herstellten. Diese wurde in Projekten mit realem Nutzen für die Gemeinde realisiert.
Diese amerikanisch-kanadische Idee der Unterrichtsform hat nun auch an unseren europäischen Schulen großes Interesse geweckt.
Zudem kann man die „Service- Learning- Projekte“ auch als „Bridging- Projekte“ ( dt.: „Brücken schlagen“ ) bezeichnen. Durch das Knüpfen von sozialen Beziehungen, die die Schüler in ihrem normalen Umgang kaum erlangen können, werden zivilgesellschaftliche Netzwerke gebildet.

Ein Projekt läuft im Wesentlichen in vier Phasen ab:

  1. Am Anfang steht die Projektidentifikation. Hier müssen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst einig werden, welches Engagement stattfinden und mit welchen Lernzielen es verknüpft sein soll.
  2. Nach der Recherchephase folgt die Projektplanung. Es muss eine Verknüpfung zwischen dem Projekt und den Lernzielen der beteiligten Unterrichtsfächer hergestellt werden. Außerdem müssen sich die Schüler entscheiden, wie der Lernprozess während des Projekts dokumentiert werden soll. Zusätzlich müssen die Aufgaben verteilt und die Zusammenarbeit mit externen Partnern vereinbart werden.
  3. In der dritten Phase steht die Durchführung der geplanten Projekte. Dabei sollen die Schüler nun ihr praktisches Engagement ausleben. Eine wichtige Rolle hierbei spielt die Reflexion, denn erst sie stellt eine bewusste Verbindung zwischen dem Engagement und dem Lernen her.
  4. Zum Schluss steht der Projektabschluss. Dies heißt nicht, dass das Projekt in sich beendet sein muss. Vielmehr bedeutet es, dass die Projektziele im geplanten Zeitrahmen erreicht worden sind. Die Erfolge werden der Öffentlichkeit vorgestellt und die Leistung der Schüler wird bewertet.

Dabei hat das Service- Learning vier essentielle Qualitätsziele, welche bei jedem Projekt gewährleistet sein müssen:

Service Learning am Franz- Ludwig- Gymnasium

Im Schuljahr 2000/2001 beschäftigte sich die Klasse 9b des Franz-Ludwig-Gymnasiums in Bamberg im Rahmen eines allgemeinen Projektunterrichts unter dem Motto „Benachteiligte fördern“ mit der sozialen Situation in der Stadt Bamberg, befasste sich mit verschiedenen caritativen Einrichtungen und berichtete darüber in der Öffentlichkeit. Nach einiger Zeit entwickelte sich der Wunsch nach einer partnerschaftlichen Beziehung mit einer dieser Einrichtungen. Somit gründete man 2001 eine auf Dauer angelegte Partnerschaft mit den Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten. Dabei war förderlich, dass der Kontakt zwischen dem Franz-Ludwig-Gymnasium und der Lebenshilfe schon seit langer Zeit bestand. Die Partnerschaft sollte durch konkrete fachliche Aufgabestellungen, durch Begegnungen der Schüler mit den Mitarbeitern der Werkstätten und durch gemeinsame fächer- und institutionsübergreifende Projektarbeit geprägt sein und vertieft werden. Ein Jahr später fanden sich weitere Klassen und Kurse, die mit den Mitarbeitern der Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten mit Freude zusammenarbeiteten.

Seit die Freuenbergstiftung auf das Engagement des Franz-Ludwig-Gymnasiums aufmerksam geworden ist und ihm seine Unterstützung angeboten hat, arbeiten Stiftung und Franz-Ludwig-Gymnasium zusammen an der Weiterentwicklung des Netzwerkes "Service Learning/ Lernen durch Engagement". Seit dem Jahr 2003 wird die Partnerschaft wissenschaftlich von dieser Stiftung betreut, die zusammen mit der Mercator-Stiftung und dem Caritas-Verband Köln zunächst eine internationale, später jährlich nationale Tagungen zum Thema Service-Learnig ausrichtete, auf welchen die Partnerschaft einem hochkarätigen Publikum vorgestellt und wichtige Anregungen gewonnen werden konnten. Die Partnerschaft ermöglicht es also, die Grundgedanken des sozialen Lernens auf Dauer in verschiedenen Klassen und Kursen praxisorientiert anzuwenden und Werte zu festigen. Die Fortschritte und Ergebnisse der Partnerschaft werden auf der Schulhomepage festgehalten und mit Bildmaterial untermalt.