Der Grundkurs Dramatisches Gestalten 12 zeigt:

Undine

von Jean Giraudoux
19. und 20. Juni 2009, 19.30 Uhr, Untere Turnhalle

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Das poetische Märchen Undine ist geprägt vom Einfluss der deutschen Romantik: So findet die Liebe zwischen dem Ritter Hans und dem geheimnisvollen Wasserwesen Undine ein notgedrungen tragisches Ende. Zwar findet Hans in der Nixe Undine die Verkörperung des Ideals der reinsten Wahrheit und der Liebe; doch scheitert Undine als Naturwesen an den Konventionen der Gesellschaft. Hans wiederum zeigt sich den hohen Ansprüchen des Idealen nicht gewachsen, erweist sich als von dieser absoluten Liebe überfordert: Des Vollkommenen überdrüssig, wendet er sich wieder seiner früheren Geliebten Bertha zu. Dem Pakt mit dem Wasserkönig zufolge muss er wegen des Betrugs an Undine sterben - Undine selbst muss in ihr Element zurückkehren.
Giraudoux zeigt den in seine Welt und seine individuelle Natur schicksalhaft eingebundenen Menschen, der nach einem Durchbrechen dieser menschlichen Grenzen strebt. Seine Tragik erwächst aus dem Konflikt zwischen dem Verhaftetsein an Allzumenschlichem und den Spielregeln der Gesellschaft, und andererseits seiner Natur, welche ein Ideal erstrebt, dem er nicht gewachsen ist ...

Mit freundlicher Genehmigung des Theaters Marbach
Plakat: ??? - Anklicken vergrößert!
04. 06. 2009/Th