Der bekehrte Trunkenbold
Theatergruppe der Oberstufe
5. und 6. Oktober 2001, 20.00 Uhr, Untere Turnhalle
Das Projekt wurde mit den beiden Leistungskursen Musik KS 13 als praktisch-künstlerische Gemeinschaftsaufgabe
ergänzend zum Curriculum außerhalb des Kollegstufenunterrichts erarbeitet.
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Inhalt
Zipperlein spricht gar zu gerne dem Wein seines Nachbarn Lukas zu. Dieser Zechkumpan hat ein Auge auf Zipperleins hübsche Nichte Marie geworfen, die aber von ihm nichts wissen will. Ihr Herz gehört dem Jugendfreund Anton. Mit einer kleinen List gelingt es Anton und seinen Schauspielerfreunden, die Sache für sich zu entscheiden. Nachdem Zipperlein und Lukas - voll des schweren Weins - eingeschlafen sind, verwandeln Antons Freunde das Zimmer, so dass sich die beiden Trunkenbolde beim Erwachen, umgeben von Geistergestalten, in die Hölle versetzt glauben. In seiner Not gelobt Zipperlein dem gebieterischen Höllenfürsten Pluto (Anton in Verkleidung), dem Wein abzuschwören und seine Frau Katharine, die trotz der erlittenen Misshandlungen ein gutes Wort für ihn einlegt, künftig zu lieben und zu ehren. Lukas bleibt bei seinem Wein, und Anton - die Plutoverkleidung abwerfend - deckt die Komödie auf und bekommt seine Marie.
Musik
Die Partitur - Ouvertüre, Arien, Duette, Terzette, ein Quartett mit Chor und eine Sinfonia als Verwandlungsmusik - zeugt von einer souveränen Beherrschung der Formen und Mittel der komischen Oper. Die einzelnen Arien und Lieder stellen teilweise echte Charakterstücke dar, z. B. wenn in Zipperleins Arie „Ah, welch vortrefflicher Wein" das Lallen und Torkeln des Trunkenbolds geschildert wird, oder in Katharines Arie „Willst Zwang und Mühen du fliehen" das Geschrei der Kinder durch chromatische Läufe in den Violinen und das Brummen des Vaters durch die Bässe illustriert werden. Plutos Androhung der Prügelstrafe wird im Orchester durch trockene Pizzicati symbolisiert. Die Höllenszene wirkt wie eine parodistische Vorwegnahme der Unterweltszene in „Orpheus und Eurydike" und Antons Arie „Liebe ward mit uns geboren" steht in unmittelbarer Nähe zur Orpheusklage „Ach ich habe sie verloren".

Eine weitere Aufführung fand statt am
Sonntag, dem 21. 10. 2001. um 20 Uhr
im Kulturzentrum St. Gangolf. Hollfeld