Der GK Dramatisches Gestalten KS 12
spielt auf der Freilichtbühne
Sommernachtstraum von W. Shakespeare
am 29./30. Juni 2002

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Die Meinungen über den zwischen den Jahren 1594 und 1596 – vermutlich anlässlich einer Fürstenhochzeit – verfassten Sommernachtstraum von William Shakespeare waren schon immer vielfältiger Natur: So nannte der englische Tagebuchschreiber Samuel Pepy nach einer Aufführung bei Hofe (1662) den Sommernachtstraum „das dümmste und lächerlichste Stück“, das er je in seinem „ganzen Leben gesehen habe“. Die englischen Romantiker stilisierten Shakespeare eineinhalb Jahrhunderte später hingegen zum „greatest Master of the Romantic drama“ und William Hazlitt schwärmt 1816 von der `vollkommenen Traumwelt´ im Sommernachtstraum. Nach einigen mehr oder weniger gelungenen Übersetzungsversuchen von Shakespeares Werk ins Deutsche und einer eingehenden Shakespeare-Rezeption lag 1839/40 endlich die wohl bekannteste und nicht unumstrittene „Schlegel-Tieck“ Übersetzung in 12 Bänden vor. 1843 fand schließlich die deutsche Erstaufführung des Sommernachtstraums statt – in Form eines romantisch-poetischen Märchenspiels, inszeniert von Ludwig Tieck und untermalt von der Bühnenmusik Felix Mendelssohns. 
Seitdem gibt es zahllose Inszenierungen, die den Sommernachtstraum zum Märchen werden lassen, zur Komödie über das menschliche Ausgeliefertsein an seine Sexualität oder aber etwa zum „Spiel um Theater und seine illusionäre Kraft“ (S. Fielitz).
Mutig und nach „bedenklichem Bedenken“ (Schnauz, der Kesselflicker) schreckt nun auch die Theatergruppe des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums im Jahre 2002 nicht davor zurück ihren Beitrag zu leisten.

Die Handlung

Das Gebäude des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums wird zur Midsummernight, der Johannisnacht, zum athenischen Hof, an dem Verstand und Recht regieren. Der Herrscher Theseus plant mit seiner Braut Hippolyta die gemeinsame Hochzeit. Nichtsdestotrotz ruft ihn sein Untertan Egeus als Richter an: Er möge die Ehe seiner Tochter Hermia mit dem von ihr ungeliebten Demetrius, erzwingen – gegen den Willen des eigentlichen Liebespaares Hermia und Lysander.
Den Unglücklichen bleibt nur die Flucht, unterstützt von Helena, die Demetrius liebt, in den nahen Athener Wald. Dorthin begibt sich auch der lustige Haufen der Handwerker, die zu Ehren des Fürsten ein Schauspiel einstudieren wollen: die Tragödie von Pyramus und Thisbe.

Diesen folgen wir, das Publikum, zur Freilichtbühne der Schule, wo uns alle die nahende Nacht mit der Welt der Elfen, des Triebhaften und Irrationalen erwartet. Die Herrscher dieses Reichs, Oberon und Titania, liegen im Zwist, in den unversehens Hermia, Demetrius und Helena und Lysander – wie auch die Handwerker, allen voran der selbstgefällige Angeber Niklaus Zettel –, hineingeraten. Den Weg für deren und Titanias Sommernachtstraum, ihre Verwirrung und die Verknüpfung aller Gruppen ebnen Oberon und sein treuer Hofnarr Puck mit ihrer Zauberei: Lysander entbrennt in plötzlicher Liebe für Helena, so auch Demetrius, und Titania verliebt sich in einen Esel, den verwandelten Niklaus Zettel. Die verzweifelte Hermia will niemand.
Durch einen Gegenzauber setzt Oberon dem Durcheinander schließlich ein Ende: Nun haben sich doch die richtigen Liebespaare gefunden: Helena und Demetrius, Hermia und Lysander, die beide Theseus’ Segen erhalten. Nach Zettels Erwachen aus seinem Eselstraum verlassen wir den Zauberwald, die Welt der Elfen und der Feen und begeben uns zurück zum (Schul-) Hof Athens.

Mit der höfischen Gesellschaft werden wir nun Zuschauer des Spiels im Spiele, dem „Theater“ der Handwerker vor Theseus’ Thron, nach dessen Ende das wieder vereinte Paar Oberon und Titania mit ihrem Diener Puck Einzug halten und den Menschen ihren Segen spenden

Sf.

Bilder von den Proben
Anklicken vergrößert!

Noch bereiten wir uns lediglich 'in Zivil' auf unsere Freiluft-
aufführung von Shakespeares Sommernachtstraum
vor, aber die Probenfotos sollen Sie/euch schon etwas neugierig machen.
Die Theatergruppe der KS 12 mit ihrer Verstärkung aus der Mittelstufe freut sich auf Ihr/euer Kommen bei hoffentlich schönem Wetter.
Lg/Sf