
| Die LIEBE muss es sein
Eine Ära geht zu Ende. Sieben Schülerinnen, die bis zu neun
Jahre das Theaterleben des ETA geprägt haben, sind in der
Abschlussklasse angekommen. Auf der Suche nach einem passenden
„letzten“ Stück für uns war der Frust sehr groß, denn
in der modernen Dramenliteratur fanden wir nur Stücke mit ganz
wenigen Personen oder aber brutale und vor allem deprimierende
Stücke. Vieles wurde auf den Bühnen des E.T.A.
Hoffmann-Gymnasiums schon gespielt, und so keimte wieder einmal die
Idee auf, Theater zum Thema Liebe zu machen. Schnell merkten wir, dass
wir etwas gefunden hatten, was zu uns Theaterbegeisterten passte und
uns bis zum Schluss riesige Freude bereitet.
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Zuerst galt es eine Auswahl zu treffen. Aus vielen Klassikern und
modernen Klassikern der Weltliteratur suchten wir 11
Bühnenstücke heraus. Neben Goethe und Schiller konnten sich
Wedekind, Frisch, Shakespeare, Hebbel, Lessing, Wagner, Brecht, Horvath
und Dario Fo behaupten. Nun wurden die Ausschnitte in eine bestimmte
Reihenfolge gebracht. Die Szenen zeigen eine Entwicklung auf, so dass
man beinahe davon sprechen könnte, ein Drama über die
Entwicklung der Liebe sei neu entstanden.
Intensive Proben prägten den Winter, in denen alle 13
Schauspielerinnen und Schauspieler mit Intensität, Begeisterung
und großem Spaß dem Thema Liebe noch ein Stück
näherkamen. Und dabei war es völlig unwichtig, ob man oder
„frau“ nun einen Jugendlichen, eine reife Frau oder einen Mann
verkörpern mussten. Das Prickelnde, Erotisch-Knisternde und das
Schmerzhafte der Liebe kam immer wieder tiefgehend zum Ausdruck.
Ein wichtiger Aspekt war schließlich die Verknüpfung der 12
Szenen. Im Team setzte sich die Idee durch, dass ja das Gehirn, als DAS
zentrale Organ des Menschen, alles steuert. Und so wird das
Bühnenbild von einem überdimensionalen Gehirn dominiert,
welches über Synapsen die Neuronen oder Neuronenbündel – und
damit die Gehirne der Akteure – beeinflusst. |