Die Mittelstufenbühne zeigt:

"Faust"

nach J. W. v. Goethe
1. und 2. Juli 2010, 19.30 Uhr, Untere Turnhalle

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Der Inhalt oder was davon übriggeblieben ist:

Mephistopheles mischt sich unter die Engel am Throne des Herrn. Während alle die Schöpfung loben, kann der Höllensohn nur tadeln und behauptet, mit den leichtesten Mitteln den gefestigsten Menschen von Gott abtrünnig machen zu können. Um ihn zu überzeugen, dass der Mensch in seinem dunklen Drange sich des rechten Weges wohl bewusst sei, überlässt der Herr Mephisto den Faust.
Faust sitzt des Nachts grübelnd in seinem engen Studierzimmer. Unendlicher Wissensdurst hat ihn der Geisterwelt näher gebracht. Den Erdgeist ruft er zwar, kann ihn aber nicht halten, sieht die Ohnmacht ein, sich den Geistern gleichzustellen, und wünscht den Tod herbei. Glockentöne und der Ostergesang, der aus der Ferne zu ihm dringt, ziehen ihm den Giftbecher vom Munde. Draußen in der Feier des Ostertages sucht er Ablenkung in der Menge. Unbefriedigt kehrt er heim. Ohne es zu wissen, hat er plötzlich in der Gestalt eines rosa Pudel den Teufel im Haus. Das Knurren des Hundes stört ihn bei der Bibelübersetzung und aufblickend vermutet er in den Verwandlungen des Tieres einen Geist, der sich auf seine Beschwörung als Mephistopheles entpuppt. Mit diesem  schließt er einen Pakt, der nicht eher enden solle, bis er zum Augenblick sagen könne: Verweile doch, du bist so schön!
Mephistopheles geht siegesgewiss darauf ein. Er plant Faust durch die Alltäglichkeit zu schleppen und ihn damit zum Lebensüberdruss zu bringen. Seine ersten Maßregeln bei saufenden und streitenden Pärchen auf einem Bier- Keller schlagen fehl. Da führt er Faust in eine Hexenküche, lässt ihn verjüngen und ihm durch einen anderen Zauber Liebessehnsucht einflößen. In dem schlichten Bürgermädchen Gretchen findet Faust dann Befriedigung seiner Sinnesglut. Aber so herrlich auch das Mädchen geschaffen an Körperanmut und Seelenreiz, so sehr ist sie auch dem Geliebten ergeben. Sie tut alles für ihn, tötet die eigene Mutter mit Schlaftropfen und sieht ihren Bruder Valentin sterben. Faust aber flieht gesättigt und lässt sie, die der Geburt eines Kindes entgegensteht, in Verzweiflung zurück.

Noch einmal zieht es Faust zu Gretchen zurück, da er hört, dass sie wegen Ermordung ihres gemeinsamen Kindes im Kerker sitzt. Noch einmal liegt das wahnsinnig gewordene Gretchen an seinem Hals, aber er vermag sie nicht zu befreien, sie widerstrebt selbst, um sich sühnend dem Gericht Gottes zu übergeben. Mephistopheles reißt den zögernden Faust gewaltsam fort. Aber während er höhnend ausruft: Sie ist gerichtet! erschallen Engelsstimmen vom Himmel: Sie ist gerettet!


Plakat: Felicia Sterk - Anklicken vergrößert!

28. 06. 2010/Th