Der Grundkurs DRG 12/10 zeigt:

Bunbury

von Oscar Wilde
20. und 21. Juni 2008, 19.30 Uhr, Untere Turnhalle

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BUNBURY
ERNST SEIN IST ALLES

Eine triviale Komödie für ernsthafte Leute
[Uraufführung in London  1895]

Der durch Adoption reich gewordene Findling John Worthing (= Jack) hat sein Mündel Cecily Cardew im Landhaus in Woolton untergebracht und als Alibi für seine amourösen Eskapaden nach London die Existenz eines angeblich dort lebenden leichtsinnigen Bruders Ernst erfunden. Unter diesem Namen hat er sich dort in Gwendolen Fairfax verliebt, die Cousine seines Freundes Algernon Moncrieff, der wiederum selbst die Kunst des „Bunbuyrisierens“ beherrscht und das Phantom eines kranken Freundes namens Bunbury als Deckmantel für seine Liebesaffären auf dem Lande benutzt.
Während Jacks Abwesenheit stellt sich Algernon in Woolton als besagter Ernst vor und verlobt sich mit Cecily, die schon immer heimlich für den unbekannten Ernst geschwärmt hat. Die Verwirrung nimmt ihren Lauf, als Jack eintrifft und – des Doppelspiels überdrüssig – seinen Bruder Ernst für  tot erklärt. Zudem wähnen sich sowohl Cecily als auch die hinzutretende Gwendolen als Verlobte des vermeintlichen  Ernst Worthing – zumal beide nur einen Mann mit dem geliebten Namen Ernst heiraten wollen.
Mit Hilfe der ernsthaften Gouvernante Prism wird auch noch für die unerbittliche und gnadenlos dünkelhafte Lady Bracknell, Gwendolens Mutter, die Herkunft Johns erklärt, sodass letztlich einer Doppelverlobung nichts mehr im Wege steht.
Und selbst die kurzsichtige Gouvernante Miss Prism darf an dem Happy End teilhaben, gewinnt sie doch das Herz des nicht nur in kirchlichen Angelegenheiten überaus eifrigen Pastors Dr. Chasuble, der bei Jacks und Algernons Heiratsplänen keine unbedeutende Rolle spielt. Denn schließlich könnte er sie kraft seines Amtes auf den Namen Ernst umtaufen ...
Plakat: Silke Kandzora
12. 06. 2008/Th