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Ort des tragischen und bitterbösen Geschehens ist eine eingeschneite
und abgelegene, herrschaftliche Villa irgendwo in Frankreich auf dem
Land, wo sich die Familie mit den Hausangestellten versammelt, um
gemeinsam Weihnachten zu verbringen: Sieben Frauen und der Hausherr
Marcel. Die Frauen sind quicklebendig, der einzige Mann im Haus ist –
zumindest angeblich – mausetot.
Schlimm genug, nur müssen die anwesenden Damen schnell erkennen, dass
auch die Telefonleitung tot ist, die Kabel des Autos durchtrennt sind
und das Gartentor nicht mehr funktioniert. Man ist von der Umwelt
komplett abgeschlossen. Frau kombiniert: Der Mörder muss sich noch im
Hause befinden und eine der sieben Frauen sein. Nur welche von den
Damen hatte die entsprechenden Motive und Gelegenheit, das Verbrechen
zu begehen? – Die gehbehinderte Omi oder die damenhafte Gaby, nunmehr
Marcels Witwe, eine ihrer beiden Töchter: die quirlige Catherine oder
die in England studierende Suzon oder etwa seine verbitterte und
zynische Schwägerin Augustine? Vielleicht eine der beiden
Bediensteten: die lebensfrohe Köchin Madame Chanel oder das attraktive
Dienstmädchen Louise?
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Auf der Suche nach der Wahrheit, nach der Mörderin, gibt es die
wildesten Spekulationen und Verdächtigungen und so lassen die Frauen
nach und nach ihre Masken fallen, bis plötzlich eine achte Dame
auftaucht: Pierette, die Schwester des Toten, die alles andere als ein
Kind von Traurigkeit ist. Der Fall scheint klar, zumal ihr
unmoralischer Lebenswandel – ihre Vergangenheit – und andere
Ungereimtheiten eindeutig gegen sie sprechen.
Doch das wäre natürlich zu einfach. Statt eine Lösung gefunden zu
haben, geht die Jagd nach der Mörderin weiter, wobei sich immer tiefere
Abgründe auftun und immer neue peinliche und schockierende Wahrheiten
über das Leben der acht Frauen mit Marcel ans Licht kommen.
Ursprünglich schrieb der Autor Robert Thomas das Stück „8 femmes“ , das
1961 in Paris uraufgeführt wurde. Bereits kurz darauf folgte die
deutschsprachige Erstaufführung in Berlin.
François Ozon gelang es schließlich im Jahr 2002 mit seiner
gleichnamigen Filmversion und der hochkarätigen Besetzung – unter
anderem mit Cathérine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert und
Danielle Darrieux – einen Film zu schaffen, der inzwischen wohl die
Bezeichnung „Klassiker“ verdient. „Acht Frauen“ erhielt zahlreiche
Filmpreise, darunter auch den „Silbernen Bären“, und in der Kategorie
„Bester ausländischer Film“ wurde er 2003 für den Oscar nominiert.
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