Der Grundkurs DRG 12 zeigt:

Gesucht! Eine Leiche. Acht Frauen.

nach einem Film von François Ozon
23. und 24. April 2010, 19.30 Uhr, Untere Turnhalle

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Ort des tragischen und bitterbösen Geschehens ist eine eingeschneite und abgelegene, herrschaftliche Villa irgendwo in Frankreich auf dem Land, wo sich die Familie mit den Hausangestellten versammelt, um gemeinsam Weihnachten zu verbringen: Sieben Frauen und der Hausherr Marcel. Die Frauen sind quicklebendig, der einzige Mann im Haus ist – zumindest angeblich – mausetot.

Schlimm genug, nur müssen die anwesenden Damen schnell erkennen, dass auch die Telefonleitung tot ist, die Kabel des Autos durchtrennt sind und das Gartentor nicht mehr funktioniert. Man ist von der Umwelt komplett abgeschlossen. Frau kombiniert: Der Mörder muss sich noch im Hause befinden und eine der sieben Frauen sein. Nur welche von den Damen hatte die entsprechenden Motive und Gelegenheit, das Verbrechen zu begehen? – Die gehbehinderte Omi oder die damenhafte Gaby, nunmehr Marcels Witwe, eine ihrer beiden Töchter: die quirlige Catherine oder die in England studierende Suzon oder etwa seine verbitterte und zynische Schwägerin Augustine? Vielleicht  eine der beiden Bediensteten: die lebensfrohe Köchin Madame Chanel oder das attraktive Dienstmädchen Louise?
Auf der Suche nach der Wahrheit, nach der Mörderin, gibt es die wildesten Spekulationen und Verdächtigungen und so lassen die Frauen nach und nach ihre Masken fallen, bis plötzlich eine achte Dame auftaucht: Pierette, die Schwester des Toten, die alles andere als ein Kind von Traurigkeit ist. Der Fall scheint klar, zumal ihr unmoralischer Lebenswandel – ihre Vergangenheit – und andere Ungereimtheiten eindeutig gegen sie sprechen.

Doch das wäre natürlich zu einfach. Statt eine Lösung gefunden zu haben, geht die Jagd nach der Mörderin weiter, wobei sich immer tiefere Abgründe auftun und immer neue peinliche und schockierende Wahrheiten über das Leben der acht Frauen mit Marcel ans Licht kommen.

 
Ursprünglich schrieb der Autor Robert Thomas das Stück „8 femmes“ , das 1961 in Paris uraufgeführt wurde. Bereits kurz darauf folgte die deutschsprachige Erstaufführung in Berlin.
François Ozon gelang es schließlich im Jahr 2002 mit seiner gleichnamigen Filmversion und der hochkarätigen Besetzung – unter anderem mit Cathérine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert und Danielle Darrieux – einen Film zu schaffen, der inzwischen wohl die Bezeichnung „Klassiker“ verdient. „Acht Frauen“ erhielt zahlreiche Filmpreise, darunter auch den „Silbernen Bären“, und in der Kategorie „Bester ausländischer Film“ wurde er 2003 für den Oscar nominiert.


Plakat: Christina Heurig - Anklicken vergrößert!

15. 04. 2010/Th